... wir haben den Kampf verloren.
Gestern Abend um 20.30 Uhr hielt ich sie in meinen Armen, als der Tierarzt kam, und sie über die Regenbogenbrücke führte.
Ich bin ein einziger Schmerz und weiß nicht, wie ich das aushalten soll. Ein Stück meines Herzens ist mir heraus gerissen ...
Ruhe in Frieden, meine Zuckerschnute. Wir sehen uns wieder ... am Ende des Regenbogens
... link (3 Kommentare) ... comment
... nur ein kurzes, positives Aufbäumen ... dann ging es der heißgeliebten Miez wieder viel schlechter.
Jede Bewegung führte zu Pumpatmung ... selbst wenn sie sich von einer Seite zur anderen drehte.
Diese markanten Aufbäumer von ihr kommen immer dann, wenn ich mich innerlich damit abfinde, sie gehen lassen zu müssen. Sie schaut mich dann ganz intensiv an, reibt ihr Köpfchen an meiner Hand und sie zeigt mir, wie sehr sie doch WILL (aber leider nicht kann)
Ob sie spürt, wenn ich kurz davor bin aufzugeben und mir damit Zeichen geben will?
Ich glaube an diese starken Verbindungen zwischen Miez und Mensch!!
Um wirklich das Gefühl zu haben, ALLES für sie zu tun, habe ich sie gestern Abend in eine Tierklinik gebracht. Dort hat sie die Nacht in einerSauerstoffbox verbracht und soll heute von einem Herzspezialisten untersucht werden. Vielleicht findet er ja eine Möglichkeit zu einer alternativen Medikation, die endlich das verdammt Wasser aus der Lunge treibt ...
Ob ich dem Tier damit einen Gefallen tue? Ich weiß es nicht. Und das quält mich. Rufe ich mir ihre Atemnot ins Gedächtnis verfluche ich mich dafür, sie zusätzlich noch so zu "quälen" (sie hasst fremde Leute und Umgebungen ... ist eine traumatisierte Katze, deren Vertrauen ich zu Beginn erst gewinnen musste)
Rufe ich mir ihr Aufbäumen, immer in dem Moment, wo ich aufzugeben beginne, ins Gedächtnis, denke ich, es muss SO sein... es ist richtig so.
Dieses Gedanken-Ping-Pong wechselt minütlich.
Ich bibbere und warte voller Angst und Sehnsucht auf den Anruf der Klinik, nachdem der Herzspezialist sie untersucht hat...
... link (1 Kommentar) ... comment
Ich musste mich damit abfinden, dem Rat der Tierärztin zu folgen, und die Zuckerschnute über die Regenbogenbrücke gehen zu lassen.
Sie wollte nach wie vor nichts fressen (die fünf Häppchen von Samstag waren eine Ausnahme), hat sich nach wie vor nur im Keller verkrochen ... mit leerem, müden Blick.
Aus einem geselligen, eigenwilligen Tier ist ein apathisches Fellbündel geworden.
Der Entschluss ist gestern - nach dem Tierarztbesuch gefallen - mit der Bitte, die Tierärztin möge am nächsten Tag (also heute) zu uns nach Hause kommen, um die Spritze zu setzen. Die Vorstellung, die Miez verbringt ihre letzten Momente in dieser ungewohnten und ungeliebten Umgebung, hätte ich nicht ertragen.
Den gestrigen Abend und auch die Nacht habe ich bis 5 Uhr in der Früh bei ihr im Keller verbracht ... habe mich innerlich von ihr verabschiedet.
Dann rief das Bett mit aller Gewalt - ich brachte es aber nicht fertig, sie dort unten allein zu lassen ... an ihrem letzten Abend.
Also nahm ich sie mit nach oben in Bett - und sie blieb zu meinem Erstaunen dort liegen (alle voran gegangenen Versuche sind damit geendet, das sie sich wieder im Keller verkroch .. obwohl sie es doch immer so geliebt hat, mit im Bett zu liegen).
Sie lag an mein Bein gekuschelt da ... und nach eienr Weile setzte sie sich auf und sah mich an.
Da war etwas in ihrem Blick, das nichts mit Apathie zu tun hatte.
Sie wollte mir was sagen.
Ich probierte es mit Futter ... und sie fraß. Nicht viel, nur einen Esslöffel voll ... aber sie fraß.
Dann legte sie sich unter das Bett und schlief dort.
Heute morgen weckte sie mich, indem sie auf meinen Bauch kleterte (es war JEDEN Morgen ihr Ritual, auf meinem Bauch zu hopsen und dann aus meiner Hand Trockenfutter zu fressen).
Ich griff nach der Futterdose ... und sie fraß 10 Stückchen Trockenfutter.
Mit einem Mal diese kleinen, positiven Schritte ... und das, nachdem ich mich dazu durchgerungen hatte ...
Ein Zeichen?
Ein letztes Aufbäumen?
Der Weg zur Besserung?
Ich weiß es nicht.
Auf keinen Fall bringe ich es nun übers Herz, an meinem Entschluss fest zu halten ...

HCM Die "Hypertrophe Kardiomyopathie" ( engl. „hypertrophic cardiomyopathy“ = HCM) ist eine Verdickung des Herzmuskels. Die Muskulatur des Herzens wächst in den Kammerinnenraum, die Pumpleistung des Herzens wird beeinträchtigt. In fortgeschrittenem Stadium führen diese Veränderungen zu tödlicher Erkrankung des Tieres oder zum plötzlichen Tod durch allgemeines Herzversagen oder Thrombosen.
Symptome: Atemnot, Appetitlosigkeit, Flüssigkeitsansammlungen in Brustkorb und/oder Lungen. Auch Bewegungsunlust oder Lähmungen können als Folge verringerter Durchblutung oder der schon erwähnten Thrombosen auftreten.
Eine Behandlung, die Lebenschancen und Lebensqualität deutlich verbessert, gibt es nicht. Zur Linderung der Beschwerden können Medikamente verabreicht werden, die die Herzfrequenz vermindern, sowie Aspirin als Thromboseprophylaxe.
Wie und wie lange eine Katze mit HCM weiter leben kann, hängt vom Fortschritt der Erkrankung, evtl. auftretenden Komplikationen und vor allem vom Wirken der verabreichten Medikamente ab. Unbestritten ist aber auch, dass HCM nicht geheilt werden kann.
... link (6 Kommentare) ... comment
... Liebe und Zureden habe ich es geschafft, das Frau Miez 5 winzige Happen zu sich genommen hat.
Ansonsten verkriecht sich mein Herzblatt, das stets bei mir im Bett oder in der Nähe lag, weiterhin im Keller (dabei gibt es so gemütliche Ecken bei uns im Haus).
Ihr ist alles zuviel. Aber sie hat ein klitzekleines Bisschen gefressen.
Ob ich hoffen darf?
Herrje ... wann spüre ich, ob das Leben für sie nur noch Qual oder doch noch ein Stück lebenswert ist?
Sie schnurrt, wenn ich mich zu ihr in den Keller setze (habe es ihr dort mit Decken, Kissen und einem Katzeniglu gemütlich genacht). Ich weiß, Katzen schnurren nicht nur NUR aus Wohlbehagen sondern
auch leidende und sterbende Katzen schnurren oft.
Dennoch bilde ich mir ein, sie freut sich, wenn ich mich oft Stundenlang zu ihr geselle ...
... link (3 Kommentare) ... comment
Heute fragte die Tierärztin (ich muss mit Miez jeden Tag hin) : "Wollen wir es wirklich weiter probieren?"
Ich nickte ... mit Tränen in den Augen ... presste dann: "Ich weiß, das ist egoistisch ... aber ..." hervor.
Sie sagte:"Ich kann das verstehen. Wenn sie aber bis zum Wochenanfang weiterhin nichts frisst, lassen sie sie gehen."
Eine weitere Spritze (Entwässerung der Lunge), ein Mittel zur Senkung des Blutdrucks und etwas zum Appetitanregen.
Eine Nachbarin meinte vorhin: "Das kostet doch jede Menge Geld. Ich würde sie einschläfern lassen." Meine Empörung ist nicht in Worte zu fassen!
Akute Atemnot besteht nicht mehr. Aber erschwerte Atmung, bei jeder Bewegung.
Morgern erneut hin.
Der traurige Vorsatz, sie gehen zu lassen, wenn es nicht besser wird, tut weh. Verdammt weh.
Aber ich werde es tun ...
Bitte Daumen drücken!
... link (7 Kommentare) ... comment

